Die sichere Bestimmung von Merkmalen des HLA-Systems basiert ausschließlich auf molekularbiologischen Techniken. Früher verwendete serologische Methoden gelten hierfür als obsolet. Die Angabe des Sterns hinter dem Genort, z.B. HLA-B*5701 bezeichnet definitionsgemäß die molekularbiologisch erfolgte Bestimmung.
Der Nachweis bzw. Ausschluss von HLA-B*5701 erfolgt meist in zweistufigen Verfahren, die
in einem ersten Ansatz das Vorliegen eines HLA-B57 Alleles sicher ausschließen müssen.
Kann dieser Ausschluß nicht getroffen werden, muss in einem hochauflösenden Ansatz
sicher zwischen HLA-B*5701 und verschiedenen Varianten von B15, B*58 und anderen Vertretern
der B*57 familie unterschieden werden.
Die Hochauflösung kann wiederum mit sequenzspezifischen Primern (SSP), mit sequenzspezifischen Oligonukleotidsonden (SSO) oder durch Sequenzierung der Exons 2 und 3 des HLA-B Lokus erfolgen.
Mit geprüften und kontrollierten testverfahren dürfen (auch in der
Transplantationsmedizin) falsch positive bzw. falsch negative Ergebnisse nicht auftreten.
Insbesondere die Unterscheidung zu dem bei Schwarzafrikanern sehr häufigen Merkmal
B*5703 ist von klinischer Relevanz für den Erhalt von Therapieoptionen in dieser
PatientenGruppe.